ENDLICH …

… auch sporadische Konsumenten des Werbefernsehens dürften wissen, dass auf den Ausdruck ENDLICH stets eine an Irrelevanz kaum zu unterbietende Information der Form „ENDLICH wieder da, unser/ unsere/ unser Eis/ Marmelade/ Schokolade/ Damenhygieneartikel des Jahres“ folgt (nebenbei: es würde mich ernsthaft interessieren, welche Instanz berufen ist, das/ die/ den Eis/ Schokolade/ Marmelade/ Damenhygieneartikel des Jahres zu küren).

Auf der anderen Seite ist ENDLICH aber auch/ vor Allem der Ausdruck des bangen/ hoffnungsvollen/ sehnsüchtigen Erwartens (siehe z.B. R. Carell: „wann wird’s mal ENDLICH wieder Sommer?“).

Und in diesem Sinne möchte ich sagen: ENDLICH Urlaub/ Photographieren/ Schreiben und der Yodobashi-Blog darf/ soll/ muss ENDLICH wieder rotieren!

Wir hoffen, Ihr/ Sie amüsiert/amüsieren/ informiert/informieren euch/ sich an unseren Berichten/ Episoden aus Malaysia/ Singapur und honoriert/ honorieren dies ENDLICH mal mit ein paar Rückmeldungen/ Kommentaren.

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Luxus-Problem

Malaysia also … als Birgit das erste Mal dieses Land als Reiseziel in’s Spiel brachte, habe ich mir spontan 2 Fragen gestellt: wo liegt das und warum sollte ich dort hin wollen? Aber  von Anfang an: erstens hat uns der trüb-triste November dieser Tage fest im Griff und zweitens weist Birgits Urlaubskonto für 2013 noch einen Haben-Saldo von 11 Tagen aus (und ja, oh welch Wunder, bei mir sieht es ähnlich aus). Als logische Konsequenz aus diesen beiden Tatsachen veranstalteten wir einige abendliche Meetings mit unseren Freunden Gin und Tonic an unserer Weltkarte. Meine Präferenz wäre Istanbul oder, passend zur Vorweihnachtszeit, das Heilige Land gewesen. Beides fiel bei Birgit wegen der meteorologischen Bedingungen (nicht wesentlich über 20°) bzw. der Sicherheitslage durch. Birgit konterte mit Florida, was ich irgendwie mit dekadenten Amerikanern und Moskitos assoziiere.

Für meinen nächsten Vorschlag Indien musste ich schon schwereres Geschütz auffahren: ja, es gab kürzlich die eine oder andere Massen-Vergewaltigung, aber wir sind ja vorsichtig und haben auch Rio unbeschadet überstanden (wenn man von dem Hassel mit dem Kreditkartenmißbrauch mal absieht). Ein Restrisiko bleibt sicher, aber die meisten Leute sterben schließlich im Bett und wenn man Indien sehen will muss man das halt in Kauf nehmen usw. und so fort. Ich bin mir nicht sicher, ob ich Birgit mit dieser stringenden Argumentation wirklich überzeugt habe oder sie nur halbherzig zugesagt hat, weil ihr klar war, dass wir in der Kürze der Zeit ohnehin keine Einreiseerlaubnis mehr bekommen werden. Und genau so war es auch: Beantragungszeit für das Visum: mindestens 6 Wochen.

Also Südost-Asien: Vietnam, Kambodscha oder gar Malaysia. Malaysia: wo liegt das denn und warum sollten wir dort hin wollen? Das mit der Lage war auf der Karte schnell geklärt: Malaysia liegt zum Teil auf der Insel, auf der auch Thailand liegt, und zum anderen Teil in Indonesien. Und zur zweiten Frage: Das Land, und vor allem seine Hauptstadt Koala Lumpi, oder wie wir eingeweihten sagen: KL, gilt als Inbegriff der aufstrebenden Tiger-Staaten. Und die Petronas-Towers sind, oder waren zumindest vor einiger Zeit, das höchste Gebäude der Welt. Das klingt doch schon mal nicht so ganz schlecht. Ein Blick in den Reiseführer erzählt außerdem noch etwas von zauberhaften Landschaften mit Tee-Plantagen bis zum Horizont und einer unglaublichen kulturellen und kulinarischen Vielfalt (Chinesische, Indonesisch, Indisch, …). Die Tatsache, dass Bier wohl verfügbar, aber ziemlich teuer ist (man munkelt sowas wie 2 Eu je Flasche) gibt allerdings einen Abzug in der B-Note.

Wie dem auch sei, jetzt, hier und heute, freue ich mich auf 10 Tage Sonne, Regen (wird wohl in der Monsun-Zeit nicht ausbleiben), Kobras, Tiger, Essen, Photographieren und Tiger-Bier.